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Durch die Darminfektion ist die
Schleimhaut
in
ihrer
Verdauungsleistung
geschwächt.
Sie kann daher jetzt keine normale
Nahrung
und
Flüssigkeit
in
normalen
Portionen
aufnehmen;
weiteres
Erbrechen
und
noch
mehr
Durchfall
wären
die
Folge.
Dazu kommt, dass die Darmschleimhaut
statt
wie
sonst
Wasser
und
Salze
aufzunehmen,
Flüssigkeit
in
den
Darm
absondert.
Um diese Verluste wieder auszugleichen,
muß
man
Flüssigkeit
und
Salze
wieder
zuführen,
in
kleinen
für
den
geschädigten
Darm
verträglichen
Portionen.
Mögliche
Vorgehensweisen
sind
im
weiteren
geschildert:
Kleinkinder:
Eine mögliche Teemischung wäre:
1 Liter Tee (Kamille, Fenchel,
Pfefferminz),
vermischt
mit
wenig
Orangensaft,
einer Prise Salz (soviel, dass es nicht
zu
salzig
schmeckt),
7 Teelöffel Zucker (Zucker muss dabei
sein,
damit
die
Schleimhautzellen
Flüssigkeit
und
Salze
aufnehmen
können).
Diese Teemischung sollte – auch und
gerade
wenn
das
Kind
anfangs
noch
erbricht
–
schluckweise
beigebracht
werden.
Alternativ
sind
natürlich
auch
käufliche
Präparate
mit
Glukose-Elektrolyt-Mischungen
(GES,
Elotrans
Oralpädon
etc)
möglich.
Nach Aufhören des Erbrechens wird dazu
leicht
verdaubare
Nahrung
(z.B.
geriebener
Apfel,
zerdrückte
Banane,
Zwieback,
trockenes
Weißbrot)
gegeben.
Nichtgestillte Säuglinge:
Sie erhalten Tee, dann Flaschennahrung
in
halber
Konzentration
und
in
häufigen
kleinen
Portionen.
Die so genannte Heilnahrung ist meist
entbehrlich.
Gestillte Säuglinge:
Es kann in kleinen Portionen und kürzeren
Abständen
weitergestillt
werden.
Außerdem
sollte
zusätzlich
Tee
gegeben
werden.
Anweisungen zur Verlaufsbeobachtung und
bei
Komplikationen
-
Je jünger das Kind, umso eher sollten
Sie
einen
Arzt
aufsuchen.
-
Das Erbrechen sollte nach einem Tag aufhören,
der
Durchfall
nach
3-5
Tagen
-
Falls das Erbrechen nach einem Tag nicht
nachlässt,
das
Kind
schläfrig
und
sehr
matt
wirkt,
der
Stuhl
sich
auffällig
verschlechtert
–
immer
dünner
wird
und
evtl.
Blut
oder
Schleim
dabei
ist,
stellen
Sie
bitte
Ihr
Kind
dem
Kinderarzt
vor.
-
Auch wenn – bei ansonsten wenig gestörtem
Befinden
Ihres
Kindes
–
sich
nach
7
Tagen
noch
Durchfall
zeigt,
kommen
Sie
bitte
mit
Ihrem
Kind
in
die
Praxis,
bringen
Sie
evtl
eine
Stuhlprobe
mit.
Durchfallserkrankungen
bei
Säuglingen
bis
zum
6.Lebensmonat
Wenn Sie Ihr Kind stillen, unterbrechen
Sie
bitte
nicht,
sondern
stillen
weiter.
In
den
Stillpausen
geben
Sie
die
vom
Arzt
verordnete
Glucose-Elektrolyt-Mischung
zu
trinken.
Bei einem Baby, das mit der Flasche ernährt
wird,
muß
diese
verdünnt
werden:
-
Am ersten Tag geben Sie nur die
Elektrolytlösung
pur
-
Am zweiten Tag normale Milchnahrung
100ml,
verdünnt
mit
200ml
abgekochtem
Wasser
oder
Elektrolytlösung
(1:2)
-
Am dritten Tag 100ml Milch und 100ml
Wasser/Elektrolytlösung
verdünnt.(1:1)
-
Bei Besserung können Sie dann wieder
normale
Nahrung
geben.
Durchfallserkrankungen
bei
Säuglingen
zwischen
7
bis
12
Monaten
·
Am ersten Tag geben Sie nur Tee zu
trinken,
oder
die
vom
Arzt
verordnete
Elektrolytlösung.
·
Am kommenden Tag verdünnen Sie die
normale
Milchnahrung
1:1
mit
Tee/Wasser
oder
der
Lösung.
·
Nach 2-3 Tagen wird wieder Beikost
gegeben:
-
Möhren
fein
pürieren
und
Reisflocken
oder
Reisschleim
unterrühren;
sehr
gut
geeignet
und
auf
den
Kostaufbau
abgestimmt
sind
„Frühkarotten“
(Babygläschen)
oder
„Karottenreisschleim
instant“.
-
Oder
eine
Banane
sehr
fein
pürieren;
im
zweiten
Lebenshalbjahr
auch
mit
Zwieback
vermischt
-
Keinen
Zucker
zur
Beikost
dazugeben!
-
Nach spätestens sechs Tagen sollte das
Kind
wieder
seine
normalen
Mahlzeiten
wie
vor
dem
Durchfall
bekommen.
Nahrungsaufbau
nach
akuter
Gastroenteritis
bei
Kleinkindern
und
Schulkindern
-
Die Kinder sollten viel trinken, am
besten
Tee
oder
Wasser,
aber
auch
so
genannte
Rehydratationslösungen,
die
Traubenzucker
und
Salze
in
richtiger
Menge
enthalten.
-
Wichtig ist am Anfang eine
Nahrungskarenz,
es
kommt
auf
das
Trinken
an,
nicht
das
Essen.
-
Die Kinder erhalten an den ersten zwei
Tagen
nur
leichte
Kost
wie
Laugenbrötchen
oder
–brezel,
dazu
Zwieback
oder
trockenes
Weißbrot.
-
Bitte geben Sie keine Milchprodukte,
keine
Süßigkeiten,
keine
Saucen
oder
Fleisch.
-
Auf Hausmittel wie Zartbitterschokolade
oder
Cola
sollte
man
verzichten
–
Cola
darf
allenfalls
nur
ohne
Kohlensäure
schluckweise
gegeben
werden.
-
Nach der Karenz und einer Besserung der
Beschwerden
kann
die
Kost
wieder
aufgebaut
werden,
bewährt
haben
sich:
-
Karottensuppe,
Karottenbrei
-
Reisschleim
-
Kartoffelbrei
ohne
Fettzugabe
(ohne
Milch)
-
Geriebener
Apfel
-
Zerdrückte
Banane
-
Zwieback,
Toast
-
Knäckebrot
ohne
Belag
-
Salzstangen
-
Magere
Fleischbrühe
mit
Nudeln,
Reis
oder
Grieß
Je nach Verträglichkeit wird die
normale
Ernährung
nach
der
Diätphase
stufenweise
wieder
aufgebaut.
Dabei darauf achten, dass man den geschwächten
Darm
nicht
frühzeitig
wieder
mit
Fett,
schwerer
Kost
oder
Süßigkeiten
(auch
Säfte
oder
Limonaden)
belastet.
In manchen Fällen kann auch eine
Aufbaukur
mit
so
genannten
Stammhalterbakterien
als
Medikament
(z.B.
Lacteol,
Perenterol)
notwendig
sein.
Sonstige Medikamente, die künstlich das
Erbrechen
oder
den
Durchfall
unterbrechen,
sollten
vermieden
werden,
sie
verschleppen
oft
nur
das
Krankheitsbild.
Eingesetzt
werden
sie
nur
auf
Anordnung
des
Arztes.
Gute Gesundheit!
modifiziert
nach
©
Dorsch/Sitzmann,
Naturheilverfahren
in
der
Kinderheilkunde,
Hippokrates
Verlag
 
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